In der kommenden Woche bin ich seit einem Jahr Geschäftsführer der TaiGer Deutschland GmbH. Ein guter Zeitpunkt, um zurückzublicken – vor allem aber, um nach vorne zu schauen.
Als ich 2025 die operative Verantwortung übernahm, befand sich TaiGer in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase. In den ersten drei Monaten haben wir unsere Kostenstruktur konsequent angepasst, unnötige Ausgaben reduziert und die operative Talfahrt gestoppt.
Seit 2026 schreiben wir wieder positive Zahlen. Gleichzeitig konnten wir neue Kunden gewinnen und weitere Projekte anstoßen. Einige davon befinden sich – abhängig von der Situation in den jeweiligen Branchen – noch in der Entscheidungs- oder Wartephase.
Entscheidend ist für mich: TaiGer steht heute wieder auf einem stabilen Fundament und ist bereit für gesundes, nachhaltiges Wachstum.
Ein neuer Firmensitz im Hausacker 33
TaiGer hat seinen deutschen Firmensitz in den Hausacker 33 verlegt. Dort befindet sich mein Büro, von dem aus ich das operative Geschäft überwiegend steuere.
Unsere Mitarbeitenden arbeiten weitgehend eigenständig und dezentral aus dem Homeoffice. Für den persönlichen Austausch kommen wir regelmäßig zusammen – im Hausacker 33, auf Messen oder bei gemeinsamen Kunden- und Projektterminen.
Dieses Modell gibt uns viel Flexibilität, kurze Entscheidungswege und gleichzeitig die notwendige Nähe im Team.
Die digitale Grundlage erneuert
Parallel zum Umzug haben wir unsere interne IT grundlegend modernisiert. Ein neues ERP-System, ein neues CRM und weitere notwendige Werkzeuge schaffen heute bessere, transparentere und zuverlässigere Prozesse.
Solche Veränderungen geschehen häufig im Hintergrund. Sie sind für unsere tägliche Arbeit und eine professionelle Betreuung unserer Kunden jedoch von entscheidender Bedeutung – insbesondere bei einer dezentral organisierten Zusammenarbeit.
Intensiv in die Welt von TaiGer eingetaucht
Für mich persönlich bedeutete das erste Jahr auch, mich tief in neue Produkte, Fertigungstechnologien, Lieferketten und Märkte einzuarbeiten.
Ein besonderer Meilenstein war meine erste Reise nach Greater China. Ich konnte Lieferanten und Partner persönlich kennenlernen, Produktionsstätten besuchen und ein besseres Verständnis für die Menschen, die Kultur und die wirtschaftlichen Zusammenhänge entwickeln.
Gerade für TaiGer als Familienunternehmen ist diese persönliche Verbindung entscheidend. Mein Bruder Heiko lebt seit 30 Jahren in Taiwan und betreut gemeinsam mit seinem Team unsere Lieferanten und Projekte vor Ort.
Unser Ursprung liegt im Kunststoffspritzguss, den wir bis heute in eigener Produktion realisieren. Für ergänzende Fertigungstechnologien arbeiten wir mit einem langjährig gewachsenen Netzwerk qualifizierter Partner.
Eine neue Webseite – Inhalt vor Perfektion
Auch unsere Webseite haben wir vollständig neu aufgebaut. Dabei galt zunächst: Aktualität und Substanz vor gestalterischer Perfektion.
Wir wollten verständlich zeigen, wer TaiGer ist, was wir leisten und welchen konkreten Nutzen wir unseren Kunden bieten. Das Ergebnis bestätigt diesen pragmatischen Ansatz: Die monatlichen Page Impressions (PIs) sind von rund 100 auf etwa 13.000 gestiegen.
Natürlich ist die Webseite damit nicht abgeschlossen. Sie wird sich ebenso weiterentwickeln wie unser Unternehmen.
Persönliche Gespräche schaffen Vertrauen
Fast alle unsere Kunden habe ich im vergangenen Jahr mindestens einmal besucht, viele davon mehrfach. Diese Gespräche gehören für mich zu den wertvollsten Erfahrungen meines ersten Jahres.
Digitale Meetings sind praktisch und aus dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken. Ein persönliches Gespräch vor Ort schafft jedoch eine andere Qualität von Verständnis und Vertrauen. Man lernt die Produkte, Prozesse, Herausforderungen und Menschen hinter einem Unternehmen wesentlich besser kennen.
Die positiven Rückmeldungen unserer Kunden zeigen mir, dass dieser Weg richtig ist. Sie sind Anerkennung und Ansporn zugleich.
Verstärkung für Vertrieb und Assistenz
Mit neuen Mitarbeitenden im Vertrieb und in der Assistenz haben wir unser Team gezielt verstärkt.
Unsere dezentrale Arbeitsweise ermöglicht es allen, weitgehend eigenständig und flexibel zu arbeiten. Gleichzeitig schaffen klare digitale Prozesse und regelmäßige persönliche Treffen die notwendige Verbindung.
So können wir bestehende Kunden noch besser betreuen, neue Geschäftsmöglichkeiten konsequenter verfolgen und unsere internen Abläufe weiterentwickeln.
Das war erst der Anfang
Das erste Jahr war intensiv: wirtschaftliche Stabilisierung, Umzug, neue Systeme, eine neue Webseite, zahlreiche Kundenbesuche, meine erste Reise zu unseren Partnern in Greater China und der Aufbau eines erweiterten Teams.
Vor allem hat dieses Jahr meine Begeisterung für TaiGer weiter verstärkt. Ich starte jeden Tag mit enormer Energie, großer Neugier und echter Freude an der Aufgabe. Es gibt viel zu tun – und genau das motiviert mich.
Mein Dank gilt unseren Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Partnern für ihr Vertrauen, ihre Offenheit und die vielen konstruktiven Gespräche.
Wir haben TaiGer stabilisiert und neu aufgestellt. Jetzt richten wir den Blick nach vorne: auf neue Kunden, spannende Projekte und gesundes Wachstum.
Ich freue mich darauf.
